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  • kurzes Update - der Fluß der Zeit(Cave: overpathetisch!!!)

    irre, wie die Zeit vergeht... durfte für 3 Monate wahrlich die "Leichtigkeit des Seins" auskosten... und nein, unerträglich erschien mir dieser Flow wahrlich nicht... würde dieser Zustand anhalten, würde man wahrscheinlich Gefahr laufen, eines Tages eingeschlafen aufzuwachen... mittlerweile bin ich ja schon reif genug, um zu behaupten, daß man in Lebensphasen wie diesen, doppelt so schnell altert... wie von einem sanft, aber bestimmt fließenden Strom wird man voran getrieben... die aurenhafte Umwelt eilt vorbei... ehe man sich an der Intensität der Farben sattgesehen hat, ziehen sie vorbei, verblasen am Ufersrand - werden zu unscharfen Erinnerungen, die dem Ursprung - der Quelle zu streben... man kann sich nur nach ihnen umwenden... mit großem Kraftaufwand könnte man vielleicht sogar kurz zum Stillstand gelangen, um noch einen nachklingenden Hauch wahrzunehmen... selbiger natürlich verwässert vom verbeiströmenden Gegenwärtigen... nicht sehr befriedigend... unterm Strich beschleunigt man auf diese Weise sogar nur den Fluß und wird nur noch schneller auf das längst vorbestimmte Ziel zu gedrängt, ohne sich dabei an den spielerischen Stromschnellen erfreuen zu können...

    nun ja, diesem Gefühl könnte ich wohl noch länger nachhängen und dabei nur noch trauriger und noch nachdenklicher werden... keine gute Methode, um den ersten Urlaubstag zu begehen... außerdem versprach der Eintragstitel was ganz anderes... aber in Zeiten von Mogelschinken und Schiummelkäse muß man ja an sowas bereits gewöhnt sein :P
    jedenfalls sind die letzten drei Monaten wahrlich förmlich an mir vorbeigezogen... eine perfekte Mischung aus streßfreier Arbeit und viel Freizeit... die Ambulanzarbeit(endlich kommen die Patienten zu mir!!!), die Patientengepräche, das positive Feedback, der freundschaftliche Umgang mit den Kollegen und der ständig laufende Schmäß... ausgezeichnet... sicherlich, die Nachmittage - wo zeitweise überhaupt nichts zu tun war - konnten sehr mühsam werden... dzumindest nutzte ich die Zeit auch (teilweise :P)sinnvoll: in den ersten zwei Monaten las ich mich in mein "Spezialgebiet" "Trauma und Traumaverarbeitung" ein... das Abschlußkolloquium war dann nur ein Klax... wie nicht anders erwartet... zumindest hab ich jetzt das Modul "Psychosomatik" abgeschlossen... im nächsten Semester wird dann die "Biopsychosoziale Medizin" nachgeholt... danach muß oder besser gesagt sollte ich mich entscheiden, ob ich die "Therapeutenausbildung" anschließe... drei Jahre sind eine lange Zeit und zwar eine sehr kostspielige... va. wenn man nicht weiß, wo und mit was man in einem Jahr seine Brötchen verdient... wah, an das mag ich jetzt noch gar nicht denken... aber wann habe ich bitte schon mal was ernsthaft geplant???... ich laß mich einfach treiben... jawohl... und zeitweise flackert ja auch dieses "verdammt, ich bin gut!"-Gefühl auf... irgendwie bleibt man schon an der Wasseroberfläche... hoff, ich zumindest...
    im dritten Monat machte ich mich daran, mir zumindest die Lernunterlagen für die "Notarztausbildung" im September zu besorgen und zu sichten... ob ich die mir vor Kursbeginn jemals zu Gemüte führen werde, ist eine andere Frage... der Anblick des Kapitels "Therpie von Rhythmusstörungen im Notarzteinsatz" war auch nicht gerade motivierend... wah... ob ich mir das parallel zum Elend an der "medizinischen Abteilung" antun werde???... mah... mir graust... fuck - Scheiße... noch einmal durch diesen Albtraum... aber was man einmal überlebt hat, schafft man (manchmal) auch ein zweites Mal...
    zu schönerem... mein 30-iger wurde auch begangen... leider hatten wir das Wetter nicht ganz auf unserer Seite und mußten deshalb die Grillage verschieben... dieser Umstand führte zwangsläufig zu Fleischüberschuß - naja, kann ja auch nicht schaden :P... kurzum, es war ziemlich nett - würde ich sagen... va. spiele endlich wer mit mir ausgiebig "Tipp Kick" :P... für den SingStar-Exzess bis 0530 muß ich mich wohl nochmals entschuldigen... und ja, um diese Zeit war "ABBA" wirklich nicht mehr nötig... aber irgendwie waren ja gewisse Leute selbst schuld... :P ... jedenfalls Danke fürs Kommen und überhaupt!!!
    zum Biken kam ich in den letzten Monaten überhaupt nicht mehr... irgendwie fehlt der Biß und die "Abfahrhemmung" nimmt eher zu als ab... naja über "Traumaverarbeitung" zu lesen und es zu tun, sind halt zwei verschiedene Paar Schuhe... aber wurscht... in den letzten 2 Wochen durfte ich auch so vier Patschen mein eigen nennen... wtf!!!
    als Ausgleich paddle ich weiter so vor mich hin... wahrscheinlich mit äußerst zweifelhafter Technik... aber der Verein hüllt sich mir gegenüber weiterhin in Schweigen... Hauptsache es macht Spaß... insgesamt: 56 Ausfahrten und 472 km... und als großer Höhepunkt der Saison: schaffte ich nach ca. einstündigem Training die Eskimorolle(23. Juli)!!! nice... geiles Gefühl... auch wenn ich ohne Hilfe beim Üben gleich mehrmals abgesoffen wäre... auch hier nochmals Danke an meinen Trainer!!!
    was noch... hmmm, genau... bei TSH von knapp über 2 paßte ich die SD-Medikation auf 75µg an... mein Hals ist längs der Halsgefäße voller Lymphknoten bis zu 14 mm... und meine Hausärztin hat MICH bezüglicher weierer Diagnostikplanung angerufen... *kopfschüttel
    aber und damit ich es selbst begreife: ICH BIN IM URLAUB!!! morgen gehts nach HAMBURG(großen Dank im vorab, an unsere Gastgeber) und dann noch nach HANNOVER... mehr Details stehen mir leider nicht zur Verfügung... habe die Urlaubsplanung versehentlich völlig abgegeben... kein Wunder bei meinem stressigen Leben :P
    melde mich für eine Woche ab...

  • Nachtrag...

    ... mittlerweile habe ich mich auf der neuen Station gut eingelebt... der ideale Arbeitsplatz für den Sommer... bessere Arbeitszeiten gibts nirgends... oft nur bis 1300 - keine Nachtdienste... die Verdienstabstriche nehme ich gerne in Kauf...
    va. ergibt es sich trotz Blutabnahme und Anamnesestreß immer wieder, daß ich die Fließbandarbeit durch ein paar psychosomatische Interventionen auflockern kann... zeitweise sehr zur Verwunderung der Krankenschwestern... ernsthafte Patientengespräche verstören selbige... aber von Zeit zu Zeit - wenns eben stimmig ist, gönn ichs "uns" einfach... und wenn man neben "sie stechen wirklich gut... habe gar nichts gespürt" auch noch ein Dankeschön für das Gesprächsangebot bekommt - umso besser... Balsam für die geschundene Akkordarbeiterseele...

    die Freizeit bringe ich mit Paddeln zu... zum Biken habe ich mich bislang leider nicht aufraffen können... der neue Sport ist einfach zu faszinierend... die Schultermuskulatur muß halt büßen... bin derzeit sogar fürs Regenwetter dankbar... so muß meine neue "Leiden"schaft - das Flachwasser-Rennkajak durch die Gegend zu balancieren halt etwas aufgeschoben werden(21 Ausfahrten: 164 km)....

    desweiteren haben wir jetzt auch die Radiohead-Konzertkarten für Prag in der Tasche... bzgl. An- und Abreise sind wir allerdings noch ziemlich planlos... eins ist jedoch sicher - das wird mühsam...

    der nahende Geburtstag und die "geplanten" Feierlichkeiten schlagen mir allerdings viel nachhaltiger auf den Magen... wah, wie ich das hasse... das Altern und das "sichselbstfeiern"... ekelhaft... am liebsten würde ich mich in ein Eck verkriechen und mir zünftig das Licht ausblasen... *grumml

  • Rückfall...

    nach anfänglicher Symptombesserung, schlägt "die Krankheit" erneut zu... seit 2 Tagen anhaltende produktive Reizhustenattacken... die halbe Nacht nicht geschlafen... zusätzlich Krankheitsgefühl, Kopfschmerz, Schweißausbrüche, Halsweh und schmerzhafte Lymphknoten(jaja, Psychosomatik at work)... ein Wahnsinn, daß ich den heutigen Arbeitstag überstanden hab... dabei mußten wir zu zweit die SD-Ambulanz und die Station besetzten... *keuch... und morgen kommt die Fortsetzung...

    naja,für heute hab ich mich dazu durchgerungen, die Beine hochzulagern und Neocitran eine zweite Chance zu geben... bei perfektem Sommerwetter ist das allerdings gar nicht so leicht... aber anscheinend war das Wochende zuviel des guten... Skaten mit Pixi bis Pritschitz und dann noch 7 km paddeln... insgesamt 118 km bei 15 Ausfahrten... und der Samstag war auch nicht ohne... *hüstl... kein Wunder - wenn ich mirs so recht überlege, daß es mich niedergestreckt hat... *suda

  • flashback: summer reloaded...

    bin grad nach dem Paddeln beim Heimradeln in einen Wolkenbruch geraten: "was solls", denkt sich mein Körper und strampelt freihändig und Idioteque summend dahin... der Kopf voll Lebenslust, stolz dem regengeschwängerten Gegenwind entgegengestreckt - "ach, wie angenehm das ist, wenn die warmen Tropfen sanft über das Gesicht perlen..." ... "aber verdammt - was soll dieser brennende Schmerz??? kann es sein, daß mir gerade das Hirn einfriert?", meldet sich mein Verstand zurück... holy moly, verdammte Sommer-flashbacks... wahrscheinlich ist es an der Zeit mit dem Ether schnüffeln aufzuhören... :P

    das Paddeln selbst war irgendwie mühsam... neues Boot, starker Wind und feinschlägige Wellen ließen keine wirkliche Hochstimmung aufkommen... va. das "Zurückkreuzen"(Lido - Lendspitz) quer zu den Wellen war mehr als nervenzermürbend... kein wirkliches Training... eher eine Nervenprobe... fühle mich daher nicht wirklich ausgepowert... biken ist allerdings nach dem Gewitter auch nicht mehr drin... ja genau, meine "nasse Wurzel" - Phobie ist noch nicht überwunden... dann hol ich halt morgen die heute versäumte Sporteinheit nach... trotzdem: Lido-Krumpendorf 9,3 km... 8. Ausfahrt, Ges: 68,4 km...

    und noch was: war gestern "Afrika! Afrika!" ... wie schon getwittert: wirklich beeindruckend... von den ersten Sekunde an wurde das Auge von der atemberaubenden Szenerie in den Bann gezogen... Lebensfreude pur pulsierte zu mitreißenden Trommelklängen... und die Artisten stellten alles zuvor gesehene in den Schatten... das führte bei mir zu zwanghaftem Dauergrinsen und tränenden Augen... trotdem, auch im Gespräch mit Pixi, schwang irgendetwas traurig bedrückendes mit... drum poste ich mal ein anderes "Afrika! Afrika!" - Bild... als Kontrast, quasi: hier einer der großen Müll-Luster:
    Müll-Luster

  • Abschied, wieder einmal...

    mit 1 Überstunde verabschiedete ich mich heute von der Kinderchirurgie... zwischen OP und Ambulanzstreß war (gottseidank) kein Platz für große Worte... trotzdem "laß mich für uns alle sprechen: du wirst uns fehlen, wirklich!" tut irgendwie gut...
    mal schaun, was die neue Abteilug mit sich bringt... aber vorest: langes Wochenende!!! 3 Tage frei!!! und wahrscheinlich sogar regenfrei!!! gibts das??? fast zu schön um wahr zu sein!!!
    die ersten Sonnenstrahlen nutzte ich zum Paddeln... tortz Wind todesmutig "Scharzer Felsen" - Sattnitz(so halb(doch nicht so mutig)) - Union: 6,8 km; GES: 51,6 km

  • dem Namen alle Ehre machen...

    ... immerhin ist das hier ein Suda-Blog!!!
    bitte, wie kanns denn das geben???... rechtschaffend und pflichtbewußt, wie man ist, hält man sich bei "Götterwetter" in geschlossenen Räumen auf, um stur auf Kinderhoden rumzudrücken, als gäbe es kein morgen(freilich für so manchen Weißkragenträger ein wundervolle Vorstellung)... nur von der Hoffnung am Leben gehalten, daß man ja vielleicht doch auch mal frei hat, um auch bei schönem Wetter die selben Orte aufsuchen zu können, wo sich die kleinen Fratzen ständig die Hirne und Knie anschrammen... aber nein, wieder einmal bewahrheitet sich der alte Sinnspruch: "an der Hoffnung stirbt man zu letzt"... wah, drei Tage frei - drei Tage Regenwetter!!! perfekte Bilanz...
    kein Wunder, daß man im Kauf- und Alkoholrausch Zuflucht sucht... "zurecht!", wie mir eben heute meine Mutter bestätigt hat...
    als Draufgabe war das für heute geplante Kabarett ausverkauft... so leistete ich, anstatt wenigstens meine Lachmuskeln zu trainieren, Pixi bei ihrer "Flughafenaktion" Beistand...
    naja, was solls... morgen ist ja wieder Wetterbesserung angesagt... werde die Richtigkeit der Vorhersage durch das Ambulanzfenster überprüfen... *grumml...

    Edit: 4. Lendhafen 7 km, Ges.: 36,8 km

  • ich hasse Schwäne...

    ... Schwäne, die natürlichen Feinde des Paddlers... quasi die weißen Haie der Sattnitz... sie stellen eindeutig die mordlustigsten Geschöpf auf Erden dar... grundlose Aggression versteckt im weißen Federkleid... keine Ahnung wie sie das Blut ihrer Opfer abwaschen... ekelhaft, so was... und wie zum Hohn, dringen, während man selbst ums nackte Überleben paddelt, begeisterte Kinderstimmen ans Ohr(oder was davon übrig geblieben ist): "Mami, Mami schau!!! wie schön, ein Schwan!"
    DSC00061
    zwar nicht ganz im Plansoll, aber immerhin: um 1000 setzte ich mich ins Kajak und spulte windgeschützt meine Kilometer im Lendkanal ab... aus purem Übermut kämpfte ich mich im Anschluß durch die aufgepeitschte See um den Lendspitz, in Richtung Sattnitz-Schleuße:
    ... ständig auf der Hut - den Horizont nach Schwänen absuchend... wer weiß schon, ob diese Viecher sich nicht auch aus dem Schilf auf ihre wehrlosen Opfer stürzen... lange Zeit nichts... "verdammt, was führen sie im Schilde"... und da, plötzlich erspäht mein schreckgeweitetes Auge die grazile Gefahr... sofort reagiere ich, und leite ein Wendemanöver ein, obwohl die Feder getarnte Kampfmaschnine noch mindestens 150 m entfernt ist... in solchen Momenten ist die Sattnitz viel zu eng und das Regattaboot viel zu kibbelig... während meiner unbeholfenen Wendversuche - "na geh bitte, das gibts ja net..." muß ich hilflos mitansehen, wie sich das blutrünstige Monster in die Lüfte erhebt, um im Tiefflug mit kraftvollen Flügelschlag auf mich zuzuhalten... ein paar Meter von mir entfernt geht der Angreifer längsschiff und blustert sich fauchend auf... mehr nehm ich nicht wahr... endlich bereit die Flucht anzutreten, lege ich mich voll in die Riemen... hinter mir trügerische Stille... ... ... unfähig mich umzudrehen("schau in einem Regattaboot niemals nach hinten, es sei denn, du willst baden gehen!"... bei 9 Grad Wassertemperatur? nein, danke!!!), beginne ich mich in Sicherheit zu wägen... zu früh gefreut... schwere Flügelschläge, nazgul-gleich lassen mich erschauern... die Bestie hat Blut geleckt und will sich nun satt trinken... die Schläge kommen näher... fast meine ich den Luft hauch zu spüren... meine Muskeln spannen sich an - der Rücken beugt sich, der Kopf wird eingezogen... alles bereit für den "deep impact"... BUMMMM!!! ein schwerer Ruck läßt das Boot schlingern... "AHHHH!", ein Angstschrei presst sich aus meinen Lungen... das Sauvieh hat sich mit vollem Körpergewicht auf das Bootheck geworfen... verzweifelt schaue ich mich nach Hilfe um... aber um diese Jahreszeit ist man in der Sattnitz auf sich gestellt... zügig ziehe ich das Paddel weiter durchs Wasser... wie selbst verständlich... bloß nicht baden gehen... "sobald du schwimmst, haste verloren"... das Herz klopft bereits im Hals... da erst realisiere ich die erneut eingetretene Stille... anscheinend befinde ich mich gar nicht mehr im Kampf...die Killermaschine hat anscheinend das Interesse an seinem Opfer verloren... der Todesstoß bleibt mir erspart - für dieses Mal...

    to be continued

    3. Ausfahrt: Lendhafen/SS: 10,4 km; Ges.: 29,8 km

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